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Jugendgruppen in der NS-Zeit

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Zeitzeugenbericht

Die Swing - Jugend

Die Swing-Jugend bestand aus Gruppierungen Jugendlicher in den großen deutschen Städten. Sie hatten durch ihre gemeinsame Musik, den Swing, zusammengefunden. Zusammen machten sie Musik, tanzten und repräsentierten eine freie, lässige Lebensweise. Doch ihre Musik kam aus dem Ausland und wurde teilweise von Afroamerikanern produziert. Dies war der Regierung ein Dorn im Auge.

Die Einstellung der Swings war zunächst einmal unpolitisch, dennoch wurden sie bald von der Regierung als politischer Gegner angesehen und ernst genommen. Dies verursachten die Musik, das Auftreten und die Kleidung der „Swing-Kids“. Sie gaben sich gelangweilt und überlegen. Ihre Haarschnitt war lang und sie kleideten sich erwachsen (langer Mantel, Hut, Regenschirm). So unterschieden sie sich auch deutlich von der Hitler-Jugend.  Die Mädchen der Swing-Jugend kleideten sich sehr freizügig. Sie schminkten sich, trugen figurbetonte Röcke. Dies widersprach den Idealvorstellungen der Nationalsozialisten.

Ihre Sprache war lässig und besaß einige Schlagwörter, zu denen z.B. das „Lottern“ gehörte. Damit war  Herumtreiben gemeint, was aber positiv gebraucht wurde und ein Hobby der Swings war. Untereinander grüßten sie mit „Swing Heil“  oder „Heil Hotler“ anstatt „Heil Hitler“.

Ihre Treffen fanden oft nach Veranstaltungen der HJ oder der BDM statt. Sie trafen sich um zu feiern und zu tanzen. Mädchen und Jungen verbrachten ihre Zeit gemeinsam. Dies war gegen das Prinzip der Regierung der strikten Geschlechtertrennung. Nachdem die Regierung verboten hatte, Musik afroamerikanischer Musiker zu verkaufen und zu spielen, hatten es die „Swing-Kids“ nicht einfach. Die Musik galt als „entartet“ und „undeutsch“. Die Swings waren deshalb der Regierung gegenüber nur noch negativer eingestellt, da diese ihre Musik verboten hatte. So träumten sie von Amerika als freiem Land und „Swing-Paradies“. Sie gaben sich  englische Namen und fühlten auf diese Weise ein Flair, das zu ihrer Lebensweise passte. Diese Namen halfen auch, wenn es darum ging von NS-Kontrollen unerkannt zu bleiben.

 Die „Swing-Jugend“ versuchte also ein Leben zu führen, das frei war, so wie sie es aus Filmen kannten, und sich gegen den Drill der HJ zu stellen. Wenn Sie  in Swing -Lokalen entdeckt wurden, die nach einiger Zeit verboten wurden, kamen die meisten von ihnen in Arbeitslager.

 

Um einen Eindruck der Swing Jugend zu gewinnen, ist der Film „Swing-Kids“ sehr zu empfehlen.

swing.jpg

Bilder: blogsimages.skynet.be

Quelle: www.return2style.de/swheinis.htm

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