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Jugendgruppen in der NS-Zeit

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Zeitzeugenbericht

Hitlerjugend (HJ)

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Jugend unter Hitler

Die Hitler-Jugend, abgekürzt HJ, war die Bezeichnung für die gesamte nationalsozialistische Jugendorganisation und ihre verschiedenen Untergliederungen. Sie wurde 1926 von  der NSDAP gegründet und nach der Machtübernahme 1933 zu einer umfassenden Staatsjugendorganisation aufgebaut. Zum Plan von Hitlers Machtergreifung gehörte nicht nur das Verbieten aller anderen Parteien außer der NSDAP und die Zerschlagung der Gewerkschaften, auch die Jugendorganisationen sollten unter die Kontrolle der Nationalsozialisten gebracht werden. Während dieser Zeit war die HJ eine Jugendabteilung der SA (Sturmabteilung der NSDAP), die an Straßenkämpfen und Demonstrationen der SA teilnahm. Nach der Machtübernahme sollte Sie dazu dienen, damit schon in der Jugend ein Bewusstsein aufgebaut wird, dass dem Nationalsozialismus dient. Sie sollte zur einzigen Jugendorganisation des Reiches werden. (Reichsjugendführer Baldur von Schirach: ,,Wie die NSDAP nun die einzige Partei ist, so muss die Hitler-Jugend die einzige Jugendorganisation sein.’’).Um dies zu erreichen, wurde im Dezember 1936 ein Gesetz beschlossen, welches besagte, dass die gesamte deutsche Jugend innerhalb des Reichsgebietes in der Hitlerjugend zusammengefasst wird; die Mitgliedschaft wurde zur Pflicht.

Um ihr Ziel durchzusetzen, die HJ als einzige Jugendorganisation im Reich festzulegen, wurden mit der Zeit alle anderen Jugendorganisationen entweder aufgelöst, verboten oder sie traten der Hitler-Jugend bei. Zu diesem Zweck wurde der Reichsausschuss deutscher Jugendverbände gewaltsam von der NSDAP übernommen, Baldur von Schirach übernahm dabei die Führung.

Als nächsten wichtigen Schritt zur Durchsetzung des Gedankens einer ’’einigen Jugend’’ wurde Schirach zum Jugendführer des deutschen Reichs ernannt.

 Ab März 1939 wurde die Teilnahme an der Hitler-Jugend nochmals durch die ,,Jugenddienstpflicht“  für alle 10-18jährigen zur Pflicht und sogar dem Arbeitsdienst und dem Wehrdienst gleichgestellt. Die Teilnahme an Veranstaltungen der Hitler-Jugend wurde zum ‚,Ehrendienst am Deutschen Volke’’ erklärt. Diese Pflicht musste von allen sehr ernst genommen werden, Versäumnisse hatten oft Bestrafungen zur Folge.

 

Schon die 10jährigen Jungen und Mädchen mussten beim Eintritt in die Hitlerjugend die Treueformel sprechen: ,,Ich verspreche, in der Hitlerjugend allzeit meine Pflicht zu tun in Liebe und Treue zum Führer und unserer Fahne’’.

 

 

 

In der Hitler-Jugend untergeordnete Stellen der Jungen und Mädchen:

 

Jungen:

- 10-14jährigen Jungen: Deutsches Jungvolk (DJ)

- 14-18jährigen Jungen: HJ. (Die Abkürzung «HJ» war die gebräuchliche Bezeichnung für diese Untergliederung innerhalb der gesamten Hitlerjugend.)

 

Mädchen:

- 10-14jährigen Mädchen: Jungmädelbund (JM)

- 14-18jährigen Mädchen: Bund Deutscher Mädel (BDM),

- 17-21jährigen Mädchen: BDM-Werk «Glaube und Schönheit»

 

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Adolf Hitler:

«Jugend muss von Jugend geführt werden»

 

Der Führer des Reichs hatte diese Forderung gestellt, um die Jugend nach diesem Muster zu kontrollieren. Innerhalb der HJ waren die Jungen in verschiedene Sonderdienste unterteilt. Dazu gehörte insbesondere der HJ-Streifendienst, welcher die Aufgabe hatte, die Jugendlichen in ihrem Verhalten zu kontrollieren und arbeitete eng mit der SS und Sicherheitspolizei zusammen. Für die jeweiligen Gruppen in der Hitler-Jugend wurden Führer aufgestellt, nach deren Anweisungen die Jugendlichen sich in ihren Gruppen zu verhalten hatten. Diese Führer waren nur 2-4 Jahre älter als die ihnen Untergeordneten.

Sehr oft wurden Sportfeste, vormilitärische Ausbildung der Jungen, Fahrten und berufliche Leistungswettkämpfe veranstaltet, um die Jugend zu stärken.

 

Um die Jugendlichen dazu zu bewegen, in die Hitlerjugend einzutreten, lief eine gewaltige Werbekampagne: Geworben wurde unter Anderem mit Fahrten und Zeltlagern. Die Reiter- Motor, - Flieger, - Marine, - Nachrichten- HJ sprach die technisch begabten und sportlichen Jugendlichen an.  Jugendliche, deren Talent im künstlerischen Bereich lag, konnten sich bei Fanfarenzügen und Theaterspielscharen betätigen. Beamte wurden dazu verpflichtet, ihre Kinder in die HJ zu schicken. Wer der HJ nicht beitrat, zählte bald als Außenseiter.

 

1939 hatte die Hitlerjugend insgesamt 8.870.000 Mitglieder und 765.000 Führer und Führerinnen. Für alle wurde eine Uniform angefertigt, die die Einheit in der Jugend des deutschen Reiches zum Ausdruck bringen sollte. Sie sollten bei allen Hitlerjugendveranstaltungen getragen werden.

Diese Maßnahmen und andere wurden getroffen, um eine weltanschauliche Erziehung zu erreichen und die Ausrichtung in der Jugendorganisation auf Führer und Partei auszurichten, um das Elternhaus an anderen Erziehungsmethoden zu hindern.

In gewisser Weise war das auch etwas interessantes: für viele Jugendliche war es eine Gelegenheit sich dem Einfluss der Eltern zu entziehen und in einer ,,Gesellschaft’’ aufgenommen zu werden.

 

 

Aufgaben

 

Die Aufgabe der Hitler-Jugend bestand darin, die Kinder bzw. Jugendlichen im Sinne des herrschenden nationalsozialistischen Weltbildes zu erziehen und zu beeinflussen. Der Alltag in der Hitler-Jugend war militärisch organisiert. Auf dem täglichen Stundenplan standen jede Art von Sport, Schießübungen, Fahnenappelle, Geländemärsche und Zeltlager. Bei all diesen Übungen und Veranstaltungen kam es den Führern der Hitler-Jugend nicht darauf an, das selbstständige und kritische Denken der Kinder zu fördern. Ziel war allein die körperliche Tüchtigkeit und die soldatische Disziplin der Mitglieder. Dabei sollte vor allem das Gefühl und das Empfinden der Kinder angesprochen werden, sie sollten von den gemeinsamen Ausflügen und Fahrten ein Gesamterlebnis "mitnehmen". Weiterhin wurden die Angehörigen des Jungvolks und der Hitler-Jugend zum Hilfsdienst für das „Winterhilfswerk“ (WHW) herangezogen: Sammeln von Geldspenden mit Sammelbüchsen auf der Straße, sowie Abzeichenverkauf, Sortieren und Verpacken der Sachspenden. Es gab auch einen vorerst freiwilligen Reichsarbeitsdienst (RAD) für Jugendliche. Ab 1935 wurde dieser Pflicht für die männliche und ab 1939 für die weibliche Jugend. Dieser Dienst wurde u.a. beim Bau von Straßen, Kanälen und Befestigungen (z.B. Westwall) eingesetzt. Ab 1943 stand auch der Kriegsdienst als Luftwaffenhelfer und Marinehelfer in Verbindung mit der Hitler-Jugend.

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